Im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen steht bereits die nächste größere Erweiterung bevor: Mit „Karlchens Zugabe“ plant Karls eine neue Familienachterbahn für den noch jungen Standort am Westfield Centro. Wenn Planung, Genehmigungen und Bau wie vorgesehen verlaufen, könnte die neue Attraktion rund um Ostern 2027 eröffnen.
Bei der Bahn soll es sich um einen Family Launch Coaster von ART Engineering handeln. Neben der beschleunigten Fahrt setzt Karls auf ein ungewöhnliches Gestaltungskonzept: Die Station soll wie ein überdimensionaler Ghettoblaster aus den 1990er-Jahren aussehen und das musikalische Thema der Attraktion bereits beim Einstieg deutlich machen.
Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen wächst schon wieder
Das Tempo der Erweiterung ist bemerkenswert. Erst am 22. Juli 2026 eröffnete Karls sein Erlebnis-Dorf in Oberhausen. Nur wenige Monate später steht bereits das nächste größere Fahrgeschäft auf dem Plan.
Die neue Achterbahn wurde von Karls-Inhaber Robert Dahl am 30. September 2026 in einem Instagram-Video angekündigt. Als Grund für die schnelle Erweiterung nannte er unter anderem den großen Zuspruch am neuen Standort.
Das Erlebnis-Dorf verzeichnete nach Angaben des Betreibers bereits zum Start eine hohe Nachfrage. Am Eröffnungstag sollen rund 12.000 Besucher auf das Gelände gekommen sein. Auch die Wartezeiten an bestehenden Attraktionen zeigen nach Angaben von Dahl, dass zusätzliche Kapazitäten benötigt werden.
Mit „Karlchens Zugabe“ soll deshalb eine weitere größere Familienattraktion entstehen, die das bisherige Angebot sinnvoll ergänzt.
„Karlchens Zugabe“ wird ein Family Launch Coaster
Anders als eine klassische Achterbahn mit Kettenlift setzt die neue Anlage auf Beschleunigung. Bei einem sogenannten Family Launch Coaster wird der Zug über spezielle Antriebsabschnitte auf Geschwindigkeit gebracht.
Dadurch kann das Fahrerlebnis dynamischer gestaltet werden, ohne dass die Bahn zwangsläufig zu einer extremen Thrill-Attraktion werden muss. Das Konzept eignet sich damit besonders für Familien und Besucher, die etwas mehr Action suchen, aber keine extremen Achterbahnen fahren möchten.
Wie viele Beschleunigungsabschnitte die neue Bahn in Oberhausen erhalten wird, ist derzeit noch nicht bekannt.
90er-Jahre-Musik als Thema der neuen Achterbahn
Besonders auffällig dürfte die Gestaltung der Attraktion werden. Das Stationsgebäude soll nach bisherigen Planungen wie ein riesiger Ghettoblaster aus den 1990er-Jahren aussehen.
Damit bekommt „Karlchens Zugabe“ ein Thema, das sich deutlich von vielen klassischen Familienachterbahnen unterscheidet. Musik soll offenbar eine zentrale Rolle spielen und nicht lediglich als Hintergrundbeschallung dienen.
Wie weit Karls die musikalische Inszenierung treiben wird, ist allerdings noch offen. Bislang wurde nicht bekannt gegeben, ob Besucher beispielsweise während der Fahrt Musik hören werden oder ob zusätzliche Showelemente und Effekte vorgesehen sind.
Auch eine konkrete Musikrichtung wurde noch nicht genannt.
Was bedeutet der Name „Karlchens Zugabe“?
Der Name der neuen Achterbahn greift das Musikthema direkt auf. Eine Zugabe bezeichnet bekanntlich einen zusätzlichen Auftritt nach dem eigentlichen Programm.
Dass Karls ausgerechnet diesen Namen für die neue Attraktion gewählt hat, dürfte daher kein Zufall sein. Gleichzeitig passt der Begriff auch zur schnellen Erweiterung des Oberhausener Standorts: Nur kurze Zeit nach der Eröffnung bekommt das Erlebnis-Dorf gewissermaßen bereits seine nächste „Zugabe“.
Welche konkrete Geschichte sich Karls für die Achterbahn ausgedacht hat, wurde bisher jedoch noch nicht verraten. Weitere Details zur Thematisierung sollen offenbar erst im Laufe des Projekts folgen.
ART Engineering baut die Achterbahn für Karls Oberhausen
Für die technische Umsetzung arbeitet Karls mit ART Engineering aus Kirchzarten in Baden-Württemberg zusammen.
Das Unternehmen hat bereits verschiedene Freizeitparkattraktionen und Familienachterbahnen entwickelt. Ein weiteres Beispiel für einen Family Launch Coaster des Herstellers ist „Klompi“ im Holland Park, der im März 2026 eröffnet wurde.
Dort kommt ebenfalls ein System mit mehreren Beschleunigungsvorgängen zum Einsatz. Das bedeutet allerdings nicht, dass die neue Bahn in Oberhausen technisch identisch aufgebaut sein wird.
Streckenführung, Fahrprogramm, Geschwindigkeit und weitere technische Eigenschaften können sich bei solchen Projekten deutlich unterscheiden.
Noch keine technischen Daten zu „Karlchens Zugabe“
Wer bereits auf konkrete Zahlen zur neuen Achterbahn gehofft hat, muss sich noch etwas gedulden. Karls hat bislang nur grundlegende Informationen zum Projekt veröffentlicht.
Noch nicht offiziell bekannt sind unter anderem:
- die genaue Streckenlänge,
- die maximale Höhe,
- die Höchstgeschwindigkeit,
- die Anzahl der Beschleunigungsabschnitte,
- die Zahl der eingesetzten Züge,
- die Kapazität pro Stunde,
- die erforderliche Mindestkörpergröße sowie
- das endgültige Design der Achterbahnzüge.
Auch aus technischen Daten anderer Achterbahnen von ART Engineering lassen sich diese Werte nicht zuverlässig ableiten. Für die Oberhausener Anlage müssen daher weitere offizielle Informationen abgewartet werden.
Eröffnung zu Ostern 2027 ist bisher nur geplant
Karls hat Ostern 2027 als angestrebten Zeitraum für die Eröffnung genannt. Ein verbindlicher Eröffnungstag steht allerdings noch nicht fest.
Zum Zeitpunkt der Ankündigung waren die Verträge für die Achterbahn nach Angaben von Robert Dahl bereits unterschrieben. Gleichzeitig befanden sich die Unterlagen für den Bauantrag noch in Vorbereitung.
Erste Gespräche mit der Stadt Oberhausen sollen bereits stattgefunden haben. Eine endgültig erteilte Baugenehmigung wurde bei der Ankündigung jedoch nicht bestätigt.
Bis zur Eröffnung müssen deshalb noch mehrere Schritte erfolgen. Dazu gehören unter anderem Genehmigungen, Bauarbeiten, Montage, technische Abnahmen und Testfahrten.
Der Zeitraum rund um Ostern 2027 sollte deshalb derzeit als geplantes Eröffnungsziel und nicht als garantierter Termin verstanden werden.
Warum Karls so schnell in Oberhausen erweitert
Das Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen ist der erste Standort des Unternehmens in Nordrhein-Westfalen. Mit seiner Lage direkt am Westfield Centro befindet sich der Park in einem der besucherstärksten Freizeit- und Einkaufsbereiche der Region.
Der zunächst eröffnete Bereich umfasst rund 46.000 Quadratmeter. Dort verbindet Karls klassische Fahr- und Spielattraktionen mit Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und den für das Unternehmen typischen Manufakturen.
Die starke Nachfrage seit der Eröffnung scheint nun für zusätzlichen Investitionsbedarf zu sorgen. Gerade längere Wartezeiten können bei einem neuen Standort ein Zeichen dafür sein, dass einzelne Attraktionen stärker ausgelastet sind als ursprünglich erwartet.
Eine zusätzliche Achterbahn könnte dabei helfen, Besucher besser auf dem Gelände zu verteilen und gleichzeitig einen weiteren Grund für einen erneuten Besuch zu schaffen.
Nicht nur die Achterbahn ist neu geplant
„Karlchens Zugabe“ ist offenbar nicht die einzige Erweiterung, an der Karls für Oberhausen arbeitet.
Zusätzlich hat das Unternehmen ein weiteres kleineres Gastronomiekonzept angekündigt. Was genau dahintersteckt, ist derzeit noch offen.
Konkrete Informationen zu einem Betreiber, möglichen Partnern oder zur Gestaltung wurden bislang nicht veröffentlicht. Entsprechende Spekulationen sollten daher zunächst mit Vorsicht betrachtet werden.
Wo befindet sich Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen?
Das Karls Erlebnis-Dorf befindet sich an der CentrO-Promenade 2, 46047 Oberhausen. Auch die neue Familienachterbahn soll auf dem Gelände dieses Standorts entstehen.
Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, nennt Karls das nahe gelegene Parkhaus 3 am Westfield Centro als Parkmöglichkeit.
Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Standort gut erreichbar. Eine Möglichkeit ist die Anreise bis zur Haltestelle Neue Mitte. Von dort führt der weitere Weg zu Fuß über die Promenade zum Erlebnis-Dorf.
Diese Details zur neuen Achterbahn bleiben spannend
Bis zur geplanten Eröffnung gibt es noch einige offene Fragen, die insbesondere Achterbahnfans interessieren dürften.
Neben den technischen Daten wird vor allem spannend sein, wie der große Ghettoblaster als Station tatsächlich aussehen wird und wie stark das Musikthema während der Fahrt eingebunden wird.
Auch der endgültige Streckenverlauf dürfte interessant werden. Noch ist nicht bekannt, welchen Bereich des Geländes die Bahn nutzen wird und wie die Strecke in das bestehende Erlebnis-Dorf integriert wird.
Weitere wichtige Punkte sind die spätere Mindestgröße, die Intensität der Beschleunigung und die Frage, wie viele Personen gleichzeitig mit der Bahn fahren können.
Karls Oberhausen bekommt 2027 eine ungewöhnliche Familienachterbahn
Mit „Karlchens Zugabe“ kündigt Karls nur wenige Monate nach der Eröffnung seines neuen Erlebnis-Dorfs bereits eine größere Erweiterung für Oberhausen an.
Die Kombination aus Family Launch Coaster, 90er-Jahre-Musikthema und einer Station in Form eines riesigen Ghettoblasters verspricht dabei eine Attraktion mit hohem Wiedererkennungswert.
Noch befinden sich allerdings viele Details in Planung. Technische Daten, Fahrtvoraussetzungen und der endgültige Eröffnungstag stehen bislang nicht fest.
Wenn der aktuelle Zeitplan eingehalten werden kann, könnte „Karlchens Zugabe“ rund um Ostern 2027 die nächste große Attraktion im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen werden. Bis dahin dürften Karls und ART Engineering nach und nach weitere Details bekannt geben.
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